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STEMPEL FREIHAND

19.6.2006  Antananarivo - Berlin

Martin: Auf dem Rückweg halten wir zum Essen in einem kleinen Dorf. Wir bestellen unter Mithilfe unseres Fahrers die Karte auf und ab und laben uns an traditioneller madagassischer Küche.

Danach zurück in die umtriebige Stadt. Abends Soundcheck im Goethezentrum, wo wir am nächsten Tag spielen werden. Alle sind ziemlich müde. Sehr angenehm, dass die gesamte Backline dort schon aufgebaut ist und wir bloß noch die Gitarren einstöpseln müssen. Abends noch mal essen im "Hotel de France". Diesmal mit Eckhard, der erzählt, dass er sein Geld als Pilot verdient, worauf Tobi sofort spitze Ohren bekommt und sich zurückhalten muss, ihm keine Löcher in den Bauch zu fragen.

Am nächsten Morgen teilen wir uns auf. Einige shoppen, andere relaxen. Mit Patrick, Olli und Cese ziehe ich durch die Gassen. Bei einem Stempelschneider bleiben wir stehen und haben Mühe uns aus den hunderten von Stempeln welche auszusuchen. Wir stehen dort ungefähr eine halbe Stunde, bis endlich jeder von uns seinen Wünschen entsprechend bedient ist. Nachmittags um 16 Uhr unser Konzert im GZ, wozu sich recht wenige nur (v.a. junge Mädchen aus den Deutschkursen) eingefunden haben.

Nach dem Konzert ab ins Hotel, weil wir alle ganz heiß auf das Spiel "Deutschland – Schweden" sind. Wir hoffen natürlich, dass wir weiterkommen, damit wir noch etwas von der WM daheim haben. Cese und ich gehen noch kurz beim Stempelschneider (der übrigens alle Stempel freihand schnitzt, was bei den Adressstempeln, bzw. der Größe der Lettern erstaunt) vorbei, unsere bestellte Ware abzuholen. Er braucht noch ein Weilchen, während wir den Anfang (von dem hinterher alle sagen, es wäre DER Anfang schlechthin gewesen und der Rest des Spiels uninteressant) verpassen.

Die Stempel in der Tasche rennen wir schnurstracks zum Hotel, vorbei an einem Fernseher, der uns den Spielstand mit "2:0" verrät, nur noch schneller. Während des Spiels, unter uns aufgeregte Stimmung.
 
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