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| » AFRIKA |
WENN LEMUREN SINGEN |
19.6.2006 Antananarivo, Madagaskar |
Martin: Über Los in einem Kleinbus durch die Landschaft Madagaskars, die auch die rote Insel genannt wird. Vorbei an Reisplantagen, durch etliche Serpentinen und kleinen, an den Strassen gelegenen Hütten. Durch die vielen Kurven schleppen sich schwere, stark rußende Lastwagen die Hügel hinauf.
Das Land hinterlässt einen ganz anderen Eindruck als die sehr belebte Stadt. Ich ordne M. bislang Afrika zu, werde aber dort angekommen eines Besseren belehrt. Das Straßenbild mit vielen alten französischen Autos. Taxis durchweg 2CV oder alte R4. Die Besiedlung der Insel rührt aus Indonsien, die Schwarzafrikaner (die keine Seefahrer waren) kamen erst durch die arabischen Händler auf die Insel, wie man uns erklärt. Entsprechend gemischt ist die Bevölkerung. Man sieht schwarze Gesichter, viele asiatische und irgendwo zwischendrin - belagert von Händlern, die meist Trommeln, Shaker und anderes verkaufen - uns.
Das Ressort, weit abgelegen mitten im Dschungel. Abends essen wir dort. Das Ganze hat einen Anstrich von Landschulheim. Olli, Patrick und Jörg spielen Skat, Tobi und ich Schach, wobei ich zum Schluss verliere. Draußen ein Sternenhimmel mit Milchstrasse und vielen, vielen Sternen. Anderntags früh raus.
Ich habe als einziger einen Wecker dabei und soll die anderen wecken. Allerdings ist mir der Hahn, der seine Runde dort dreht und auf Francescos und Stefans Balkon innehält, schon zuvorgekommen. Mit zwei Führern durch kleine Wege im Wald. Allerlei Pflanzen und Vögel. Einmal ein Chamäleon. Von Weitem hören wir die kreischenden Lemuren. |
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