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MORONI CONFUSIONI |
19.6.2006 Zanzibar - Komoren - Madagascar |
Stefan: Auf dem Flug von Zanzibar nach Madagaskar haben wir Zwischenstopp mit 3 Stunden Aufenthalt auf den Komoren. Grande Comore ist eine wunderschöne Vulkaninsel mit dem größten Krater der Welt. Ende Mai 2006 ließ der Vulkan die Hauptstadt Moroni in einer Wolke aus Staub und Rauch versinken, was lokal zu Evakuierungen führte. Die Bewohner sind eine Mischbevölkerung aus Arabern, Madagassen, Bantu und Indern. Hinzu kommen einige hundert Europäer. Man spricht hier Französisch, da die Inseln um die Jahrhundertwende unter französischem Protektorat standen.
Drei Stunden am Flughafen sitzen und warten? Nee, keinen Bock. Ich will raus, am besten an den Strand. Es ist super Wetter und das Meer ist direkt vom Flughafen zu sehen. Also erst einmal unser Französisch aktivieren und fragen, ob wir hier raus dürfen. Ein Flughafenbediensteter meint, dass alles kein Problem sei, sofern wir das Einreiseformular ausfüllen. Er hat auch schon einen Taxifahrer für uns klar gemacht.
Aus dem einen Taxifahrer werden aber innerhalb von zwei Sekunden drei - aus dem Einreiseformular ebenfalls. Die Fahrer nehmen - ebenfalls im Sekundentakt - wahllos irgendwelche Gepäckstücke von uns in die Hand und laufen los, obwohl wir noch gar nicht über den Zoll sind, geschweige denn geklärt haben, wer denn alles mit möchte. Wir pfeifen sie zurück und beschließen, dass wir nur ein Taxi brauchen. Daraufhin bricht ein Streit unter den dreien aus, wer uns zuerst gesehen hat. Es geht drunter und drüber. Und zu allem Übel erscheint auch noch unser für Madagaskar bestimmtes Gepäck auf dem Mini-Moroni-Förderband. Shit. Totales Chaos.
Nach längerem Hin und Her, müssen wir den Taxifahrern leider absagen, da wir unser Gepäck erst in einer halben Stunde aufgeben können und dann lohnt es sich nicht mehr an den Strand zu fahren. Aber das ist kein Grund für die Taxifahrer locker zu lassen. Sie begleiten uns auf Schritt und Tritt, bis zur Gepäckaufgabe.
Na gut, dann probieren wir es mal mit Small Talk über Fußball. Einer der drei Fahrer - ein großer, bulliger Typ – behauptet, er spiele in der Nationalmannschaft und sei der Olli Kahn der Komoren. Fett! Den wollte ich schon immer mal kennenlernen. Unser Olli drückt „dem Komoren-Olli sein Bruder“ ein paar Euros in die Hand und endlich rücken sie ab. Am Ende entschließen wir uns doch noch zu einem kleinen Spaziergang und erklettern den zuvor erwähnten erkalteten Lavastrom.
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