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VIER LIEDER FRANCESCO |
18.6.2006 Zanzibar, Tansania |
Oli: Draußen standen noch die Sele Fans und wollten doch nun auch wissen, was diese deutsche Band, die so ähnlich heißt wie ihre Stars, wohl so zu bieten hatte. Tele war allerdings drinnen aufgebaut, mit all den Verstärkern, Instrumenten und Monitoren und es war nicht möglich, alles heraus zu schaffen. Außerdem waren ja auch noch eine Menge Leute im Club.
Alle reinholen ging auch nicht, dafür waren es einfach noch zu viele. Tele musste sich von Francesco trennen. Zumindest räumlich. Er nahm das Funkmikro und ist hinaus gegangen, während die Band drinnen loslegte. Den Gesang konnte ich über die Monitore für die Band hörbar machen und so die akustische Verbindung zum Sänger herstellen. Die Band groovte den Laden und Francesco brachte die Leute draußen am Strand zum Mitsingen auf Deutsch und Englisch.
Vier Lieder hatte Francesco nun draußen performt, bevor er wieder hereinkam, um dort weiter zu singen. Das Publikum mischte sich jetzt, die Stimmung war toll und friedlich alle kamen auf ihre Kosten. Später gab es noch eine Jam-Session mit Musikern aus der Musikakademie von Sansibar und sogar Adel nahm den Bass noch in die Hand und jammte begeistert mit. Es war ein wunderbares Konzert mit einer kleinen Revolution. Allen die geblieben waren, auch denjenigen die sich kein Bier an der Bar leisten konnten, war die Möglichkeit gegeben in den Club zu kommen, was ansonsten, wie wir erfahren hatten, unüblich ist.
Bis in die Morgenstunden saßen wir noch zusammen. Wir fühlten uns wunderbar, waren froh, dass alles gut gegangen ist und um diese absolut einmalige Erfahrung reicher zu sein. Wir lagen uns noch lange in den Armen, bevor es wieder einmal zum Abschied kam. Mein besonderer Dank geht an John, Adel und die Techniker aus Dar Es Salaam.
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