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WELCOME TO TROPEN |
17.6.2006 Dar Es Salaam, Tansania |
Martin: Schöner Flug über braunes, grünes Land. Ausstieg aus dem Flieger gegen eine Wand aus Hitze. Der bisher heißeste Ort. Welcome to Tropen. Ich fange stehenden Fußes an, zu schwitzen. Eine Woche vor uns war "Shaggy" in Dar Es Salaam. Für ihn wurde ein Kleinbus (für 15,16 Leute) komplett shaggymässig aufgemotzt, mit fettem Schriftzug und auf jeder Seite des Busses mit Foto.
Damit werden wir abgeholt und für die Dauer unseres Aufenthaltes ist dieses Gefährt unser Transportmittel. Das Hotel (was für ein Bunker!), sponsert die Veranstaltung am Abend und so haben wir das Glück hier zu nächtigen. Tobi ist anfangs ganz glücklich, weil es hier W-Lan zu geben scheint, relativ schnell aber enttäuscht, weil hier auch im Netz "African time" die Übertragungsgeschwindigkeit beherrscht.
Abends das Konzert in der viel zu großen "Aga Kahn Diamond Jubilee Hall", zusammen mit zwei Hip-Hop-Acts, die, wie wir am nächsten Abend erfahren in Tansania berühmt sind ("king of bongo flavour!"). Nach dem Konzert lernen einige von uns ein paar Mädchen kennen, mit denen sie den weiteren Abend verbringen. Fazit des Abends: einige mittendrin, Rest ins Hotel. Mit Patrick und Olli gehe ich des nachts noch eine Runde im Pool schwimmen und wir retten eine Handvoll Riesenheuschrecken aus den Untiefen des Beckens.
Anderntags riesiges Frühstücksbuffet mit Allerlei. Trotz Regens beschließen wir nachmittags in ein unweit gelegenes Ressort zu fahren, um zu baden. Tobi und Stefan bleiben im Hotel. Im Shaggy-Bus mit einer Fähre übers Wasser, dann über Land und eine gerade Strasse im Wald in den Tropen. Überall am Straßenrand Menschen, die interessiert unserem nicht gerade unauffälligen Bus hinterher schauen oder winken. Zwischen den Palmen, kleine Häuschen mit Selbstversorgerhaushalten. Hier und da eine Ziege, ein Hahn, ein bisschen Mais.
Wir baden und spielen Frisbee im pisswarmen Wasser unter grauem Himmel, mit warmem Nieselregen und essen zu Mittag unter einem Strohdach. Olli, Jörg und Patrick spielen Skat, Francesco und ich Schach. Ich verliere am Ende. Gegen Abend zurück in die Stadt, wieder mit der Fähre. Die vielen Menschen auf dem überfüllten Kutter lugen interessiert in den Bus. Abends Zuhause bei Nancy, der Organisatorin vom Auswärtigen Amt zum Essen. Der Hinweg dauert eine Ewigkeit, weil wir im Stau stehen und ungefähr eineinhalb Stunden brauchen, bis wir da sind. Auch die Mädchen vom vorigen Abend kommen. Same same. Irgendwann mittendrin. Dann ins Hotel, wo wir Francescos Bude vollqualmen und später ein kleines Swasiland-Meeting veranstalten. |
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