» AFRIKA

AUF SAFARI

15.6.2006  Windhoek, Namibia

Martin: Morgens werden Francesco und Jörg für ein Interview in aller Frühe abgeholt. Auf dem Tagesprogramm: Soundcheck um 12.30 Uhr, danach Besuch einer Farm (mit anschließender Safari), 18 Uhr zurück, 20 Uhr zum Club und Konzert. Es geht früh los. Wie immer: in blauem Himmel. Nachts frieren alle, weil keiner eine Heizung im Zimmer hat, oder die Klimaanlage nicht bedienen kann. Dann aber Sonne.

Der Club ist sehr schön. Soundcheck bis 12 Uhr. Dann ab zu den Tieren. Im Auto: "Ankunftsgaga". Alle irgendwie aufgedreht. Aus der Stadt heraus auf einer Strasse, eine halbe Stunde Richtung Nichts.

Irgendwann auf eine Schotterpiste, auf der wir nach ein paar hundert Metern halten: Affen! Affrika. Hyperhyper. Bin aus dem Häuschen.

Auf der Farm angekommen essen wir "Kudu", dann los im großen Landrover mit Stoffdach, Platz für 9 und Fahrer, der ein lustiges Deutsch spricht. Auf die Piste. Wir bleiben oft stehen, wenn unser Fahrer irgendwo Wild ausgemacht hat. Wir, bzw. uns sehen Gnus, Erdmännchen, Antilopen, Geier. Höhepunkt: am Horizont an einem unweit gelegenen Hügel, eine Giraffe! Der Feldstecher hat Hochkonjunktur. Ein paar Minuten später durch ein trockenes Flussbett. Kurz darauf eine Giraffenherde mit 10-15 Giraffen hinter vereinzelten Bäumen. Wir dürfen aussteigen und uns vorsichtig nähern. Giraffen sind sehr ruhig und gelassen, wie der Driver uns erklärt.
Alle stehen knipsend, filmend oder einfach nur ergriffen da, die Herde beobachtend, die offensichtlich dasselbe macht. Irgendwie scheinen diese markanten Silhouetten nicht in diese Welt zu passen. Später sehen wir auf dem Rückweg, nachdem die Sonne längst untergegangen ist, der Himmel aber noch glüht und die Umrisse sich scharf davor abzeichnen, noch ein Giraffenprofil im Abendhimmel. Was ein Bild.
 
» zurück