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DILEMMA

10.6.2006  Maputo, Mosambik

Martin: Vom Flughafen ins Hotel. Fetter Schuppen: direkt am Meer mit Pool und Palmen. Sehr krass: vor dem Hotel überall Wachleute, Zäune. Ich stehe am Pool und sofort kommen vom Strand fliegende Händler mit Teppichen, Schmuck, DVDs usw.

Wenig Zeit zum Ausruhen. Nach kurzer Pause und ich-leg-mich-mal-kurz-5-Minuten-aufs-Bett zum Venue. Im Zentrum ein Bau wie aus Kolonialzeiten, irgendwo an einer der ehemals sozialistisch anmutenden Prachtstrassen der Stadt. Die Halle: nach oben offen mit sehr schöner großer Bühne und Holzbankreihen.

Jörg: Im Schlepptau einen üblen Kater von Johannesburg. Der strenge zweite Botschafter meint "auf keinen Fall allein vor die Tür, mindestens drei Leute. Alles zu gefährlich". Der Spielort: bezaubernd schön. Ein offenes Auditorium, super Anlage. Gleich fällt auf, dass schwarz-weiß hier bedeutend ungezwungener, freundlicher miteinander umgehen. Der Gig – für mich auf dem Zahnfleisch durchhalten. Aber Tobi und Cese sind am Start...

Martin: Konzert: Haben Mühe die Spannung zu halten. Bei "Dilemma" wird ein kleiner Schwarzer Schlagzeug spielen. Irgendjemand sagt anfangs, wie gut er trommeln würde. Stefan zeigt ihm kurz den Beat und der junge Mann trommelt, als hätte er nie was anderes gespielt. Francesco bittet Sängerinnen und Sänger auf die Bühne, mit denen wir den späteren Abend verbringen werden. Nach und nach kommen mehr Leute auf die Bühne und singen und tanzen mit. Unser neuer Schlagzeuger will gar nicht mehr aufhören.

 
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